Fragen & Antworten
Braunkohlenbrikett/SteinkohlenEntsprechen Festbrennstoff-Feuerstätten dem Umweltschutz?Gibt es Einschränkungen für die Verwendung bestimmter Brennstoffe?
Ich möchte eine neue Festbrennstoff-Feuerstätte, was muss ich beachten?
Welche Merkmale zeichnen den Brennstofffachhändler aus?
Welche Qualitätsmerkmale weisen Braunkohlenbriketts auf?
Wo kann ich eine moderne Feuerstätte kaufen?
Wo kann ich geeignete Brennstoffe kaufen?
Woran erkenne ich den Hersteller eines Braunkohlenbriketts?
Heizöl ELBio-Heizöl: Welche Anforderungen werden an Bioheizöl nach DIN V 51603-6 gestellt?
Heizöl-Sammelbestellung: Welche Vorteile bzw. Risiken existieren?
Heizölsorten: Welche Heizölsorten werden momentan vom Mineralölhandel angeboten und welche wesentlichen Unterschiede bestehen?
Heizölwärmekonto: Wie funktioniert das Heizölwärmekonto?
Ölvorräte: Wie lange reicht das Öl noch?
Wie hat sich der Heizölverbrauch in den letzten 25 Jahren entwickelt?
Holzpellets/Holzbriketts/KaminholzFür wen eignen sich Pelletsheizungssysteme?
Holzpelletheizung: Was sollte bei der Planung einer Holzpelletheizung berücksichtigt werden?
Umstieg auf Holzpellets - worin liegen die Vorteile und was ist beim Wechsel zu beachten?
Warum bietet sich bei Pelletheizungen die Kombination mit einer Solaranlage an?
Was besagt das "Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz"?
Was besagt der Normnutzungsgrad / Jahresnutzungsgrad?
Was muss ich beim Kauf von Holzpellets beachten?
Was sind Holzpellets und welche Qualitätsparameter unterscheidet man?
Welche Förderprogramme gibt es?
Welche Formen der Lagerung von Holzpellets gibt es und was sollte jeweils unbedingt beachtet werden?
Welche Lebensdauer hat eine Pelletheizung in der Regel?
Welche Nachteile hat das Heizen mit Holzpellets?
Welche neuen Anforderungen beinhaltet die europäische Norm DIN EN 14961-2 für Holzpellets?
Welche Vertriebsformen von Holzpellets gibt es?
Wie hoch ist derzeit die Nachfrage nach Holzpellets?
Wie ist das weitere Procedere nach meiner Holzpelletsbestellung, wie erfolgt die Lieferung?
Wie ist ein Holzpelletkessel aufgebaut?
Wie oft muss die Asche geleert werden?
Wieviele Tonnen Holzpellets benötigt man im Jahr für ein Einfamilienhaus?
Ölheizung/Technik/EnergiespartippsGeht die Umstellung eigentlich immer?
Gibt es auch schon Öl-Brennwertheizungen, wo neben Wärme auch gleichzeitig Strom erzeugt werden kann?
Gibt es Fördermittel vom Staat?
Kann eine Öl-Brennwertheizung auch mit anderen Energieträgern kombiniert werden?
Kehr-und Überprüfungsordnung durch den Schornsteinfeger: Welche aktuellen Intervalle gelten?
Lässt sich die Ölheizung mit Solarkollektoren kombinieren?
Vollständig oder teilweise modernisieren?
Wann ist es sinnvoll eine Ölheizung zu erneuern?
Was kostet die Umstellung?
Was muss bei der Ermittlung des Wirkungsgrades beachtet werden?
Was spricht für die moderne Ölheizung?
Was versteht man unter hydraulischem Abgleich und welche Vorteile bietet er?
Welche einfachen Energiespartipps können schnell umgesetzt werden?
Welche Modernisierungskosten können bei den verschiednen Heizsystemen enstehen?
Wie wartungsintensiv ist eine Ölheizung?
Wieviel Platz braucht eine Ölheizung?
Zeolith-Heizölkompaktheizung: Wie funktioniert diese Heizungsanlage?
Entsprechen Festbrennstoff-Feuerstätten dem Umweltschutz?
Achten Sie beim Erwerb der Feuerstätte darauf, dass diese mit dem
sog. Ü-Zeichen gekennzeichnet ist. Das Zeichen sagt aus, dass die
Feuerstätte den gesetzlichen Bestimmungen entspricht.
Durch die richtige Handhabung und die Verwendung hochqualitativer Brennstoffe
tragen Sie selbst entscheidend dazu bei, die Umwelt zu schonen. Die über
den Brennstoff-Fachhandel angebotenen Brennstoffe entsprechen der Kleinfeuerungsanlagenverordnung
und erfüllen damit die gesetzlichen Anforderungen an den Umweltschutz.
Gibt es Einschränkungen für die Verwendung bestimmter Brennstoffe?
Manche Kommunen versuchen den Einsatz bestimmter Brennstoffe zu unterbinden.
Erkundigen Sie sich bei Ihrem Schornsteinfeger. Bei Problemen bekommen
Sie Hilfe durch die Festbrennstoffbeauftragten des Deutschen Braunkohlen-Industrie
Vereins (DEBRIV) und des
Gesamtverbandes des Deutschen Brennstoff- und Mineralölhandels (gdbm).
Ich möchte eine neue Festbrennstoff-Feuerstätte, was muss ich beachten?
Die Hersteller von modernen Festbrennstoff-Feuerstätten bieten eine
große Auswahl an die verschiedenen Verwendungszwecke.
Es ist zunächst zu prüfen:
- Wollen sie ein Hauptheizgerät oder ein Zweitheizgerät (z.
B. einen Kamin); steht für Sie also der Nutzen
oder das Erlebnis des offenen Feuers im Vordergrund?
-Welche Heizleistung ist gefordert?
-Welchen Brennstoff wollen Sie einsetzen?
Welche Merkmale zeichnen den Brennstofffachhändler aus?
Die Brennstoff-Fachhändler werden regelmäßig aller zwei
Jahre einer Überprüfung durch die
jeweiligen Landesverbände des Brennstoff- und Mineralölhandels
unterzogen.
Hierbei werden für den Kunden wichtige Leistungsmerkmale der Unternehmen
kontrolliert. Das
Prädikat "Brennstoff-Fachhändler" kann nur anerkannt,
bzw. verlängert werden, wenn die
Kriterien durch das geprüfte Unternehmen erfüllt werden.
Geprüfte Brennstoff-Fachhändler garantieren ihren Kunden u.
a.:
- Umfassender Service und Kundenberatung zu allen Fragen des Heizens und der Brennstoffeinsatzes sowie zum Energiesparen und zur umweltschonenden Energieverwendung.
- Prompte und pünktliche Lieferung
- Angebot eines breiten Brennstoffsortiments
- Angabe von Endpreisen, inkl. aller Preisbestandteile z. B. für Antransport, Einzelverwiegung und Eintragen in den Keller.
- Lückenloser Nachweis von Liefermenge und Produktqualität auf Lieferschein und Rechnung.
- Korrekte Einhaltung der ausgewiesenen Liefermengen.
Welche Qualitätsmerkmale weisen Braunkohlenbriketts auf?
Aufgrund unterschiedlicher Rohkohlenqualitäten in den verschiedenen
Revieren ergeben sich auch Unterschiede in den Analysedaten der Braunkohlenbriketts.
Die folgende Übersicht enthält die wichtigsten chemischen Eigenschaften
von Braunkohlenbriketts aus den erschiedenen
Revieren (Analysenanhaltswerte bezogen auf den Lieferzustand):
UNION |
REKORD LAUBAG |
||
| Heizwert: | MJ/kg |
19,8 |
19 |
| Fixer Kohlenstoff: | % |
37 |
34,5 |
| Wassergehalt: | % |
19 |
19 |
| Aschegehalt: | % |
4 |
5,5 |
| Flüchtige Bestandteile: | % |
40 |
41 |
| Emissionswirksamer Schwefel: | % |
0,1 |
0,3 |
Wo kann ich eine moderne Feuerstätte kaufen?
Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Moderne Feuerstätten für feste Brennstoffe gibt es beim Kachelofenbauer, in Kaminstudios, beim Fachhandel und in Baumärkten.
Wo kann ich geeignete Brennstoffe kaufen?
Braunkohlenbriketts und Scheitholz beziehen Sie am besten bei Ihrem örtlichen Brennstoff - Fachhändler. Klicken Sie einfach auf "Bezugsquellen"
Woran erkenne ich den Hersteller eines Braunkohlenbriketts?
Braunkohlenbriketts aus dem rheinischen Revier werden unter dem Markennamen
UNION verkauft und Braunkohlenbriketts aus dem Lausitzer und dem mitteldeutschen
Revier unter dem Markenname REKORD. Die Braunkohlenbriketts der verschiedenen
Reviere sind mit ihren Markennamen gekennzeichnet.
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Bio-Heizöl: Welche Anforderungen werden an Bioheizöl nach DIN V 51603-6 gestellt?
Eine vom Fachausschuss für Mineralöl- und Brennstoffnormung eingesetzte Arbeitsgruppe hat eine Vornorm für ein Heizöl mit Anteilen aus nachwachsenden Rohstoffen oder anderen alternativen Komponenten erarbeitet. In der DIN V 51603-6 Heizöl EL A (A steht für alternativ) sind charakteristische Kenndaten und Prüfungen an alternative Heizöle, wie zum Beispiel Bioheizöle, festgelegt, deren Einhaltung einen reibungslosen Ölanlagenbetrieb ermöglichen sollen.

Bei der Erstellung der Vornorm wurden Prüfungen sowohl aus der klassischen Heizölanalytik als auch der Pflanzenöl- und Fettsäuremethylesteranalytik berücksichtigt. Die DIN V 51603-6 regelt die als notwendig erachteten Mindestanforderungen, Prüfverfahren und Grenzwerte sowie die Benennung von Heizöl EL A. Der maximale Schwefelgehalt liegt wie beim schwefelarmen Heizöl bei 50 mg/kg.

Rezepturen zu spezifischen Mischungsverhältnissen von fossilem, schwefelarmem Heizöl und alternativen beziehungsweise Biokomponenten sind nicht festgelegt. Allerdings muss ein Produzent eines Bioheizöls den Bioanteil in Volumenprozent angeben. Die korrekte Bezeichnung für eine Zumischung von beispielsweise 20 Volumenprozent FAME (engl. Abk. / Bezeichnung für Fettsäuremethylester), besser bekannt als Biodiesel, lautet: Heizöl DIN V 51603-6 EL A Bio 20.
Heizöl-Sammelbestellung: Welche Vorteile bzw. Risiken existieren?
Sammelbestellungen haben zwar viele Vorteile aber auch einige Nachteile. Damit Sie auch wirklich Freude an Ihrer Sammelbestellung haben, beachten Sie bitte die folgenden Empfehlungen und Hinweise:
Vorteile der Sammelbestellung:
1. Einsparung von Transportkosten beim Händler, die anteilig an die Kunden weitere gegeben werden können, wenn die Heizölauslieferung in einer organisierten Tour erfolgt und die Kunden räumlich eng beieinander liegen (zum Beispiel die Belieferung innerhalb einer Strasse).
2. Besteller von kleinen Mengen innerhalb der Sammelbestellung sparen am meisten, da sie von den größeren Bestellungen subventioniert werden (siehe Beispielrechnung).

Nachteile der Sammelbestellung:
1. Bei einer Heizöl-Sammelbestellung haften die Teilnehmer gesamtschuldnerisch. Das heißt, wenn ein Abnehmer die Rechnung nicht begleicht, müssen die anderen dafür aufkommen! -Gesamtschuldnerische Haftung (Amtsgericht Pirmasens, Az.: 1 C 197/02; Landgericht Hechingen, Az.: 3 S 105/02).
2. Sammelbestellungen machen nicht bei allen Konstellationen Sinn. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass Bestellungen mit mehr als 30.000 Litern keine weitere Ersparnis bringen, da in einem Tankwagen mit Hänger grundsätzlich nicht mehr Heizöl transportiert werden kann (keine weitere Transportkostenoptimierung möglich).
3. Besteller mit größerem Bedarf innerhalb der Sammelbestellung bezahlen unter Umständen mehr bzw. subventionieren die Kleinmengen, wenn bei der Sammelbestellung mehrere kleinere Bestellungen enthalten sind - hier eine Beispielrechnung:
Struktur der Sammelbestellung:
1 Kunde mit 6.000 L
4 Kunden mit je 1.000 L
Gesamtbestellmange = 10.000 L mit 5 Abladestellen
Durchschnittsmenge pro Besteller = 2.000 L
Beispiel einer Preisliste für Endverbraucher mit 1 Abladestelle:
Abnahmemenge (Liter) Preis (Euro/100L)
750 - 1.250 70,00
1.251 - 2.500 67,50
2.501 - 3.500 65,00
3.501 - 5.000 63,00
5.001 - 7.000 62,50
7.001 - 9.000 62,00
9.001 - 10.000 61,75
Bewertung:
Unter Berücksichtigung des konkreten Mengenrabattes durch den Händler für diese spezielle Sammelbestellung beträgt der Preis für die o.g. Sammelbestellung jetzt nur noch 65,00 Euro/100 Liter.
Dies bedeutet, dass die 4 Besteller mit den Kleinmengen gegenüber ihrer Einzelbestellung (1.000 Liter zu 70,00 Euro/100Liter – insgesamt 700,00 Euro für 1.000 Liter) unter den Bedingungen der Sammelbestellung jetzt 5,00 Euro/100 Liter sparen (neuer Preis für 1.000 Liter: insgesamt 650,00 Liter).
Für den Besteller mit den 6.000 Litern stellt sich das Ergebnis wie folgt dar:
Für die Einzelbestellung müssten für die 6.000 Liter 62,50 Euro/100 L (insgesamt 3.750,00 Euro) bezahlt werden. Im Rahmen der Sammelbestellung kostet diese Abnahmemenge jetzt 65,00 Euro/100 L (insgesamt 3.900,00 Euro), d.h. für diese Abnahmegröße von 6.000 Litern erhöht sich der Preis im Rahmen der Sammelbestellung für dies Menge um absolut 150,00 Euro!
Fazit und Empfehlungen
- Nicht jede Sammelbestellung rechnet sich für alle Teilnehmer. Eine Sammelbestellung macht nur dann Sinn, wenn die Einzelbestellungen ähnliche Abnahmegrößen aufweisen.Ist dies nicht der Fall, subventioniert die größere Abnahmemenge die kleineren Bestellgrößen.
- Damit Sie individuell für Ihren Heizöl-Bedarf prüfen können, ob sich Sammelbestellungen lohnen, empfehlen wir Ihnen, Ihre Sammelbestellkonstellationen vorher mit Ihrem Heizöllieferanten durchzurechnen und zu vergleichen.
- Um die gesamtschuldnerische Haftung für "nichtzahlende" Teilnehmer Ihrer Bestellgemeinschaft auszuschließen, empfehlen wir dringend für alle Teilnehmer die Zahlungsmethode "Bar" oder "per EC-Karte (Girokarte)" bei Lieferung zu vereinbaren, bzw. nur mit Sammelbestellern eine Bestellgemeinschaft einzugehen auf die Sie Sich verlassen können!
4. Es muss Rücksicht auf alle Besteller genommen werden hinsichtlich des Bestellzeitpunktes etc.
5. Hoher Abstimmungsaufwand zwischen den Bestellern und geringe Flexibilität bei notwendigen kurzfristigen Änderungen.
Heizölsorten: Welche Heizölsorten werden momentan vom Mineralölhandel angeboten und welche wesentlichen Unterschiede bestehen?
Grundsätzlich werden gemäß der aktuellen DIN 51603-1 zwei Heizölsorten unterschieden:
Heizöl EL Standard, das so genannte Standard Heizöl EL: Ein extra leichtflüssiger Brennstoff, der aus Kohlenwasserstoffen besteht und dessen Schwefelgehalt oberhalb 50 mg/kg bis 1000 mg/kg liegt.
Heizöl EL Schwefelarm, das schwefelarme Heizöl EL: Ein extra leichtflüssiger Brennstoff, der aus Kohlenwasserstoffen besteht und dessen Schwefelgehalt 50 mg/kg nicht überschreitet. Ein Heizöl EL muss nach dieser Norm als schwefelarm bezeichnet werden, wenn der Schwefelgehalt 50 mg/kg nicht überschreitet. Das schwefelarme Heizöl wurde insbesondere für die Öl-Brennwerttechnik und neue Brennertechnologien (wie z.B. Oberflächenbrenner) entwickelt. Die Produktvorteile kommen jedoch genauso in allen übrigen Heizkesseln zum tragen. Der Schwefelgehalt wurde nicht nur wegen der Umwelteigenschaften reduziert - Kondensateinleitung ohne Neutralisation, niedrige Schadstoffemissionen - sondern, weil ein hoher Schwefelanteil auch nachweislich zu höheren Ablagerungen und Rückständen im Gerät führt. Das schwefelarme Heizöl, erhöht somit generell die Betriebssicherheit und ermöglicht einen dauerhaften hocheffizienten Betrieb der Ölheizung.
Um die Betriebssicherheit insbesondere von Öl-Brennwertgeräten zu gewährleisten, die sich durch eine kompakte Bauweise und zur Verbesserung des Wärmeübergangs mit geringen Spaltmaßen in der Abgasführung auszeichnen, sind Asche bildende Additive nicht zulässig.
Schwefelarmes Heizöl und Standard Heizöl unterscheiden sich in drei wesentlichen Punkten:
- beim Schwefelgehalt,
- der definierten Schmierfähigkeit beim schwefelarmen Heizöl,
- beim Einsatz von Asche bildenden Additiven, die im schwefelarmen Heizöl unzulässig sind.

Beide Heizölsorten sind extra leichtflüssige und aschefreie Brennstoffe. Die Hauptbestandteile sind Kohlenstoff mit einem mittleren Masseanteil von 86,5 % bis 86,7% und Wasserstoff mit einem mittleren Masseanteil von 13,3 %. Heizöl EL hat, bezogen auf das Volumen, einen sehr hohen Energiegehalt und wird als Energievorrat in speziellen Tankanlagen bevorratet. Seine Wirtschaftlichkeit hält allen Vergleichen stand: Sie ergibt sich aus dem hohen Heizwert von mindestens 42,6 MJ/kg (entsprechend 36,2 MJ/I bzw. 10,08 kWh/l). Mit einem Flammpunkt von über 55 C ist Heizöl EL ein Produkt, welches eine relativ einfache Lagerung und Handhabung ermöglicht. Die Prüfmethoden, die zur Feststellung der Erfüllung der Norm angewendet werden müssen, sind ebenfalls verbindlich vorgeschrieben.
Die DIN 51 603-1 schreibt zwingend vor, dass Heizöl EL ein reines Produkt aus der Rohölverarbeitung ist, das vorher zu keinem anderen Zweck eingesetzt worden sein darf. Aufgearbeitetes Altöl und Beimischungen von chlorhaltigen Stoffen sowie anorganische Säuren sind daher im Heizöl EL nicht enthalten. Verkaufsgrundlage für Heizöl EL nach DIN 51 603-1 sind die Angaben dieser Norm, die Bestandteil des Kaufvertrags zwischen Hersteller bzw. Lieferer und Abnehmer sind.
Bioheizöl: Neben den beiden Heizölsorten gemäß DIN 51603-1 existiert auf Basis der Vornorm DIN V51603-6 eine weitere Heizölsorte bereits am Markt - Heizöl EL Alternativ, z.B. das sogenannte Bioheizöl. Bioheizöl wird heute durch die Mischung von schwefelarmem Heizöl und FAME (Fatty Acid Methyl Ester) hergestellt, allgemeinsprachlich auch Biodiesel genannt. Die Mischung muss als Heizöl EL Alternativ Bio gekennzeichnet werden und darf nicht als Standard oder schwefelarmes Heizöl ausgeliefert werden. Wenn der „Bio-Anteil“ beispielsweise zwischen 3 und 5 Prozent liegt, muss das Heizöl als „Heizöl EL A Bio 5“ bezeichnet werden.
In der folgenden Tabelle sind einige wesentliche Anforderungen an die verschiedenen Heizölsorten aufgeführt:

Zusätzliche Premiumadditivierung durch den Mineralölhandel
Prinzipiell wird Heizöl schon während der Produktion in der Raffinerie mit einer Grundadditivierung durch den Hersteller versehen. Dies ist erforderlich, um das normgerechte Kälteverhalten, die erforderliche Schmierfähigkeit oder auch die sichere Handhabung sicherzustellen.
Von zahlreichen Mineralölhandelsunternehmen wird in der Regel am Tankwagen beim Betanken des Kundentanks durch eine automatische Dosiereinrichtung am Tankwagen dem Heizöl ein Premiumadditivpaket beigemischt. Hierdurch ist eine exakte Dosierung möglich, eine Überdosierung, die zu Anlagenstörungen führen könnte, wird vermieden. Durch die Zugabe dieser Premiumadditive können weitere Qualitätseigenschaften positiv beeinflusst und die Betriebssicherheit einer Ölfeuerungsanlage in der Praxis erhöht werden. Diese Additive sind u.a. vorteilhaft bei langen Lagerungszeiten, sie können die katalytische Wirkung von Buntmetallen auf die Ölalterung reduzieren und gegebenenfalls den Verbrennungsprozess unterstützen oder auch Ablagerungen reduzieren. Überdies kann durch Additivierung Ölgeruch überdeckt werden. Auch diese je nach Anbieter unterschiedlich bezeichnete Premium-Qualität entspricht selbstverständlich den Anforderungen der DIN 51 603-1. Gegenüber der „Standard-Qualität“ werden hierbei durch Zugabe von speziell abgestimmten Additivpaketen, wie bereits beschrieben, anwendungsrelevante Eigenschaften verbessert.
Heizölwärmekonto: Wie funktioniert das Heizölwärmekonto?
Das Heizölwärmekonto wurde bereits vor mehreren Jahren vom Heizölhandel eingeführt. Ziel dieses Serviceangebotes ist es, so wie es auf anderen Gebieten auch möglich ist, dass der Heizölkunde sein Heizöl in monatlichen Raten anzusparen bzw. bezahlen kann.
Hier die Funktionsweise des Heizölwärmekontos:
Jetzt können Sie Ihren Heizölkauf statt mit einer Einmalzahlung - die zwangsläufig die Haushaltskasse belastet - durch monatliche Abschlagszahlungen ausgleichen, die einfach und bequem vom Konto abgebucht werden.
So läuft es mit dem Heizöl-Wärmekonto:
Schritt 1 - Ihr Jahresverbrauch wird ermittelt
Ihrem persönlichen Wärmekonto wird Ihr durchschnittlicher Jahresverbrauch an Heizöl zugrunde gelegt.
Schritt 2 - Bankabbuchungsverfahren ohne Aufpreis
Mit der ersten Lieferung zahlen Sie lediglich die Hälfte der Gesamtrechnung. Den Rest begleichen Sie in Beträgen von jeweils nur einem Zwölftel Ihrer jährlichen Heizölkosten zum Beispiel per Bankabbuchungsverfahren - selbstverständlich ohne Aufpreis. So verteilen Sie Ihre Wärmekosten gleichmäßig über das ganze Jahr.
Schritt 3 - Alle Lieferungen zum Heizöltagespreis
Das Einzige, was Sie danach noch zu tun haben, ist, den nächsten Termin für Ihre Heizöllieferung festzulegen - dabei können Sie natürlich auch vom Heizöltagespreis profitieren.
Schritt 4 - Jahresabrechnung
Nach 12 Monaten erhalten Sie von uns eine detaillierte Jahresabrechnung. Anhand dieser Rechnung können Sie genau nachverfolgen, wie viel Sie angespart haben. Gleichzeitig wird die Höhe Ihrer monatlichen Beträge überprüft und in Abhängigkeit Ihres Mehr- oder Minderverbrauches in Abstimmung mit Ihnen angepasst.

Ölvorräte: Wie lange reicht das Öl noch?
Bei dem heutigen Welterdölverbrauch (rund 3,9 Mrd. Tonnen pro Jahr) würden die gesicherten Reserven aktuell 46 Jahre ausreichen. Allerdings sind solche Hochrechnungen nur bedingt aussagekräftig, weil sie jeweils eine Momentaufnahme darstellen. Wesentliche Faktoren bleiben dabei nämlich unberücksichtigt, insbesondere der technische Fortschritt und die Erschließung neuer Ölvorkommen.
Ein Rückblick zeigt: In den vergangenen 20 Jahren haben sich die gesicherten Ölreserven stetig erhöht, obwohl in diesem Zeitraum auch der Ölverbrauch kontinuierlich anstieg. 1990 umfassten die bestätigten Welterdölreserven rund 135 Milliarden Tonnen, 2000 lagen sie bei 139 Milliarden Tonnen und 2008 weltweit sogar bei 182 Milliarden Tonnen Rohöl.

Als Reserven gelten die mit heutiger Technologie wirtschaftlich gewinnbaren Erdölmengen. Hinzu kommen jedoch noch rund 332 Milliarden Tonnen Ressourcen. Das sind nachgewiesene oder geologisch mögliche Vorkommen, die zwar bekannt sind, aber mit heutiger Technik nicht wirtschaftlich gefördert werden können. Insgesamt existieren nach einer aktuellen Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Weltrohölvorräte (die Summe aus Reserven und Ressourcen) in Höhe von über 600 Mrd. Tonnen.
Und es gibt auch immer wieder neue Funde. So wurde beispielsweise im November 2007 im Santos-Becken vor der Küste Brasiliens ein neues Öl- und Gasvorkommen mit mutmaßlich mehr als einer Milliarde Tonnen Öleinheiten entdeckt. Und Geologen erwarten in dieser Region weitere Funde.
Ressourcen werden Reserven
Technologische Fortentwicklungen in der Fördertechnik ermöglichen eine immer effizientere Ausschöpfung der vorhandenen Lagerstätten. Höhere Reserven ergeben sich zudem durch neuartige Bohrtechniken und ausgeklügelte Methoden, um Offshore-Bohrungen in immer tieferen Gewässern durchführen zu können. Aktuell sind bereits Erschließungen in 3.000 Meter Tiefe möglich.
In Abhängigkeit zur Höhe des Ölpreises werden zudem bislang unwirtschaftliche Ölvorkommen für eine Erschließung attraktiv. Bestes Beispiel dafür sind die Ölsande in Kanada: Bereits 24,1 Milliarden Tonnen dieser Vorkommen zählen seit einigen Jahren zu den gesicherten Welterdölreserven. Daher liegt Kanada heute nach Saudi-Arabien auf Platz zwei der Länder mit den größten gesicherten Erdölreserven.
Aktuelle Reichweite der Ölvorräte
Fundierte Einschätzungen gehen davon aus, dass der Energieverbrauch und somit auch der Rohölverbrauch in den nächsten 15 Jahren um durchschnittlich 2% pro Jahr wächst. Unter Berücksichtigung dieser Bedarfsentwicklung würde sich dann in 15 Jahren immer noch eine Reichweite der Ölvorräte von rund 115 Jahren ergeben. Aus den dargestellten Entwicklungen ist erkennbar, dass Besitzer von einer Ölheizung keine Angst haben müssen, dass in den kommenden Jahrzehnten Probleme bei der Versorgung mit Heizöl auftreten könnten.
Wie hat sich der Heizölverbrauch in den letzten 25 Jahren entwickelt?
1980 lag der durchschnittliche Heizölverbrauch in der Bundesrepublik in Mehrfamilienhäusern bei rund 24,0 Liter pro Quadratmeter. In 2007 betrug dieser Verbrauchswert nur noch 13,6 Liter pro Quadratmeter. Damit hat sich der Heizölverbrauch dank der Öl-Brennwerttechnik mit solarer Unterstützung und anderer Energiesparmaßnahmen in knapp 30 Jahren um 44% reduziert (siehe Grafik).

Für wen eignen sich Pelletsheizungssysteme?
Pelletsheizungssysteme eignen sich besonders für Ein- und Zweifamilienhäuser und werden zunehmend in größeren Wohn- und Gewerbekomplexen eingesetzt.
Holzpelletheizung: Was sollte bei der Planung einer Holzpelletheizung berücksichtigt werden?
Den Bau einer Pelletheizung gut planen
Der Kessel ist das Herzstück jeder Heizungsanlage. Um auf Dauer störungsfrei heizen zu können, ist er auf eine optimale Brennstoffversorgung mit Pellets angewiesen. Bei der Planung einer Pelletheizung sollten deshalb folgende Hinweise unbedingt berücksichtigt werden:
Kurze Transportwege
Das Pelletlager sollte von der Straße aus leicht erreichbar sein. Je kürzer der Weg vom Pellettankwagen zum Einblasstutzen ist, umso qualitätsschonender können die Holzpellets eingeblasen werden. Ursache dafür ist, dass lange Schlauchleitungen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die mit Druck eingeblasenen Holzpellets mechanisch beschädigt werden und somit ein hoher Abriebanteil schon bei der Belieferung entsteht.
Keine Bögen zulassen
Der ins Pelletlager führende Einblasstutzen sollte auf jeden Fall ein gerades Rohr sein. Werden durch den Heizungsbauer Bögen installiert, prallen die Holzpellets bei den Krümmungen an die Innenwand und durch diesen Aufprall können die Holzpellets zerstört werden.
Aufprallplatten ein Muss
Das Pelletlager sollte mit Prallplatten ausgestattet sein, damit die eingeblasenen Pellets nicht gegen eine harte Wand prallen und zerstört werden. Die in der Flugbahn der Pellets hängenden Matten aus flexiblem Material sorgen für eine qualitätsschonende Einlagerung.
Absaugung sollte möglich sein
Moderne Pellettankwagen blasen beim Befüllen der Tankanlage die Pellets ein und saugen gleichzeitig den entstandenen Holzabrieb wieder ab. Deshalb sollte auch ein entsprechender Anschluss an der Heizungsanlage vorhanden sein.
Trocken und nah lagern
Wenn Sie sich für eine der verschiedenen Lagermöglichkeiten entscheiden müssen – sprich zwischen einem Erdtank (siehe Grafik), einem Sacksilo oder einem speziell eingerichteten Kellerraum – sollten Sie sich von den Kriterien „dauerhafter Schutz vor Feuchtigkeit“ und „möglichst kurzer Weg vom Tank zum Kessel“ leiten lassen. Denn Wasser und lange Transportwege sind die größten Feinde bei der Qualitätssicherung von Holzpellets in Ihrer Heizungsanlage.

Umstieg auf Holzpellets - worin liegen die Vorteile und was ist beim Wechsel zu beachten?
Die Umstellung lohnt sich auf jeden Fall. Hier einige Vorteile im Überblick:
- äußerst geringer CO2-Ausstoß, daher umweltschonend (senken Kohlendioxid-Ausstoß enorm, da beim Verbrennen nur in etwa so viel CO2 freigesetzt wird, wie die Pflanze während ihres Wachstums gebunden hat und bei ihrer Verrottung durch die Einwirkung von Bakterien und Pilzen ohnehin freigesetzt würde, verbrennen folglich nahezu klimaneutral)
- vollständig umweltfreundliche Verwertung (Asche kann z. B. als Dünger verwendet werden)
- die Kosten für Holzpellets liegen weit unter denen für z. B. Erdgas und Heizöl
- da Holzpellets zu den erneuerbaren Energien (nachwachsender Rohstoff) zählen, so werden fossile Ressourcen geschont und die Importabhängigkeit gemindert
- macht unabhängig von Öl und Gas (muss nicht importiert werden, da reichlich vorhanden in Mittel- und Nordeuropa)
- lassen sich (wie Heizöl) einfach dosieren, Wärmeezeugung kann relativ unkompliziert dem Wärmebedarf angepasst werden (es rollen entsprechend des Bedarfs angepasst mehr oder weniger Pellets in den Brennraum - sogar wenn man nicht zu Hause ist; neumodische Pelletheizungen lassen sich sogar bequem via SMS fernsteuern)
Warum bietet sich bei Pelletheizungen die Kombination mit einer Solaranlage an?
Die Solaganlage übernimmt im Sommer die Warmwasserversorgung und dient bei entsprechender Größe auch zur Heizungsunterstützung in der Übergangszeit.
Was besagt das "Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz"?
Das "Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz" existiert seit 01.01.2009 und regelt, dass Biomasse (Holzpellets, Holzschnitzel oder Scheitholz) mindestens 50% des Wärmeenergiebedarfs des Gebäudes übernehmen muss.
Was besagt der Normnutzungsgrad / Jahresnutzungsgrad?
Der Normnutzungsgrad ist zunächst einmal das Gleiche wie der Jahresnutzungsgrad und gibt an, wie viel Prozent des eingesetzten Brennstoffs (Öl, Gas oder Holzpellets) / der in den Holzpellets enthaltenen Energie während einer Heizperiode vom Kessel / Wärmeerzeuger in nutzbare Heizwärme umgewandelt werden können. Je höher der Normnutzungsgrad, desto besser die Energieeffizienz des entsprechenden Kessels.
Wechselnde Temperaturen und Heizbedingungen innerhalb eines Jahres werden dabei berücksichtigt: Kesselwirkungsgrade werden bei verschiedenen (Teil-)Laststufen ermittelt und gehen mit ihrem Zeitanteil in eine Modellrechnung ein.) nähert sich mit zunehmend verbesserter Technik den Werten eines modernen Gas- oder Heizölkessels.
Was muss ich beim Kauf von Holzpellets beachten?
Achten Sie unbedingt darauf, woher Sie die Pellets beziehen, was die Quelle ist! Leider gibt es wie überall schwarze Schafe, sodass Ihre Aufmerksamkeit gefragt ist, was das Erkennen und Meiden dubioser Quellen anbelangt. Sie sollten unbedingt Markenprodukte verwenden, die der Norm (ehemals DINplus, seit 2010 DIN EN 14961-2) entsprechen - auch Ihrer Pelletheizanlage zuliebe!
Weitere wichtige Kriterien, auf die Sie beim Kauf achten sollten, sind einerseits der Energieverbrauch(, Energieeffizienz) und andererseits der Kohlendioxidausstoß. Auch Spezialfahrzeuge (mit Onboard-Wägeeinheit und Absaugeinrichtung für die eingeblasene Luft) und geschultes Personal sollten beim Kauf eine Rolle spielen.
Die Kosten für 15-Kilogramm-Säcke belaufen sich auf ca. 4 €, dies entspricht ca. 4 bis 5 ct. / kWh (mit Öl oder Gas ca. 7 ct. / kWh Energie, mit Strom ca. 20 ct. / kWh).
Was sind Holzpellets und welche Qualitätsparameter unterscheidet man?
Holzpellets sind kleine, zylindrische, unter hohem Druck hergestellte Presslinge aus getrocknetem, naturbelassenem Holz - in erster Linie aus Säge- und Hobelspänen (holzverarbeitendes Gewerbe) sowie Waldrestholz. Außer den holzeigenen Bindestoffen, die den Pellets ihre Form, Stabilität sowie Beständigkeit verleihen, sind keine weiteren Zusatzstoffe (chemische Bindemittel etc.) erlaubt - allein schon, um dem Image eines ökologischen Brennstoffs gerecht zu werden. Die Pellets sind genormt und müssen in Deutschland der DIN 51731 genügen, die gewisse "Anforderungen an Presslinge aus naturbelassenem Holz" stellt. Im Laufe dieses Jahres (2010) wird die europäische Norm für Holzpellets (EN 14961-2) in Kraft treten und alle bisherigen, nationalen Normen wie die DIN 51731 ablösen. Diese Entwicklung ist erforderlich, da die Märkte in Zeiten der Globalisierung immer weiter zusammenwachsen und der EU-Mitgliedsstaatenübergreifende Handel vereinfacht werden soll. Es wird dann zwischen drei Qualitätsklassen unterschieden werden: A1, A2 und B, wobei die Klasse A1 den wohl wichtigsten Stellenwert einnehmen (beste Qualität mit dem geringsten Aschegehalt, einhergehend mit strengsten Anforderungen) und Klasse B ausschließlich für die Industrie von Interesse sein wird (dies stellt eine weitere Neuerung dar, denn bislang gab es keine explizite Bezeichnung der Industriepellets!). Zudem wird das neue, europaweite Zertifikat für Holzpellets, "ENplus", aufgrund von strengeren Anforderungen eine hohe Qualitätssicherung sowie umfassende Transparenz über die gesamte Produktkette hinweg gewährleisten (Produkt- sowie Prozesskontrolle) - angefangen von der Produktion bis hin zur Anlieferung beim Verbraucher werden Kontrollen stattfinden (optimaler Verbraucherschutz) .

Der Energiegehalt von 1 kg Holzpellets entspricht ca. dem von 1/2 l Heizöl.
Holzpellets haben einen Durchmesser von 6 oder 8 mm und eine Länge von
ca. 20 mm. Die Presslinge haben einen Heizwert von 4,9 kWh/kg, was etwa
dem von einem halben Liter Heizöl entspricht. Holzpellets sind eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Brennstoffen: Sie sind nahezu CO2-neutral, zählen zu den erneuerbaren Energien (nachwachsende Rohstoffe) und sind vollständig verwertbar, z. B. dient die bei dem Verbrennungsprozess entstehende Asche anschließend als Dünger, kann jedoch auch einfach über den Hausmüll entsorgt werden. Der Aschegehalt bei Holzpellets ist mit weniger als 1,5% äußerst gering, was bei einem Pelletkessel in einem Einfamilienhaus pro Jahr in etwa 30 kg Asche entspricht. Die Verbrennung an sich in modernen Pelletfeuerungen gestaltet sich als emissionsarm: Lediglich ein geringfügiger Anteil an CO2 (42g CO2-Ausstoß pro kWh beim Heizen mit Pellets ggü. 303g CO2-Ausstoß pro kWh beim Heizen mit Öl) wird freigesetzt, der zudem weit unter dem herkömmlicher, fossiler Brennstoffe liegt. Holzpellets sind in Deutschland seit 1996 als Brennstoff in Kleinfeuerungsanlagen offiziell zugelassen.
Welche Förderprogramme gibt es?
Mindestens 2000 € Zuschuss.
Förderung vom Bafa (Basisförderung, Bonusförderung = Kombinationsbonus Pelletkessel und Solaranlage) seit 2010 weggefallen.
Welche Formen der Lagerung von Holzpellets gibt es und was sollte jeweils unbedingt beachtet werden?
Bei der Lagerung von Holzpellets wird zuerst zwischen der Lagerung loser
oder abgepackter Pellets unterschieden.
Lose Pellets müssen vor allem vor Feuchtigkeit und Staub geschützt
gelagert sein. Zum Einblasen der Pellets, zur Staubabsaugung und zum Druckausgleich
werden zwei Anschlüsse benötigt. Informationen über geeignete
Lagerräume finden Sie hier.
- Erdtanks (evtl. Grafik ähnlich PDF-Datei Stiftung Warentest, S. 85)
- Sacksilos
- umgestaltete Kellerräume
Auf möglichst kurze Transportwege der Pellets zum Pelletlager sollte geachtet werden: Je kürzer die Strecke Lieferfahrzeug - Einblasstutzen, desto besser kann die Beschädigung der Pellets vermieden werden. Ferner sollte der Einblasstutzen aus einem möglichst geraden Rohr bestehen, damit die Pellets nicht etwa an einer Krümmung gegen die Innenwand prallen und so evtl. zerbrechen. Wichtig ist auch die Gestaltung der Wand des Lagerraums: Die Fluggeschwindigkeit der Pellets kann z. B. durch hängende Matten aus flexiblem Material entschleunigt, einem etwaigen Brechen der Pellets somit entgegengewirkt werden. Alternativ dazu kann man auch die Wände direkt mit Schaumstoffmatten ausstatten und so eine sichere Landung garantieren. Egal, für welche Methode Sie sich auch entscheiden: Es ist vieles möglich - die Hauptsache ist, dass Sie irgendeine Vorkehrung treffen, um möglichst viele Pellets unbeschadet ins Innere zu befördern.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Bereitstellung eines Absauganschlusses, da die meisten Pelletlieferfahrzeuge heutzutage den beim Einblasen entstehenden Staub gleich wieder absaugen.
Fazit: Egal welche der o. g. Lageroptionen Sie auch wählen: Wichtig ist neben der Gewährleistung des dauerhaften Schutzes vor Feuchtigkeit auch der bereits angesprochene kurze Transportweg.
Welche Lebensdauer hat eine Pelletheizung in der Regel?
Ca. 15 Jahre.
Welche Nachteile hat das Heizen mit Holzpellets?
Wer bisher das Heizen mit einer Ölheizung gewohnt war / ist, für den wird das Entleeren des Aschebehälters die größte Auffälligkeit darstellen. Als Nachteil ist dies allerdings nicht zu werten, sondern eher als Unterschied zur Ölheizung o. ä., da diese Prozedur lediglich alle paar Wochen oder Monate (je nach Holzpelletkessel, Pelletart ...) vorzunehmen ist und bei guter Pelletqualität auch nur geringe Mengen anfallen: Der Aschegehalt liegt bei 0,5%, d. h. bei 1 t Holzpellets fallen max. 5 kg Asche an.
Eher abschreckend könnten die hohen Investitionskosten zu Beginn wirken, die sich jedoch auch recht schnell amortisieren. Nachteilig für Bewohner von Mietwohnungen ist es, dass das Heizen mittels Pelletheizung nicht so ohne Weiteres möglich ist, da der Hauseigentümer erst zustimmen muss: Hier sind alle Wohnungen betroffen und wenn, dann müssen alle Mietparteien auf Pellets umsteigen. Nässe stellt eine weitere Gefahr dar: Sind keine trockenen Lagerbedingungen gegeben, so droht Nässe die Presslinge unbrauchbar zu machen.
Welche neuen Anforderungen beinhaltet die europäische Norm DIN EN 14961-2 für Holzpellets?
Ab 2010 sorgt die neue EU-Norm europaweit für einheitliche Bestimmungen bei Holzpellets. Die Richtlinie stellt zudem neue Anforderungen an die kleinen Sticks, unter anderem in Bezug auf Länge, Durchmesser, Asche, Wassergehalt und Heizwert. Bisher geltende Werte werden nicht nur verschärft, sondern durch neue Kriterien ergänzt.
Die EU-Norm teilt sich in drei Klassen: Für den privaten Verbrauch schafft die EN 14961-2 die Qualitätsklassen A1 und A2. Die Klasse A1 weist den geringsten Aschegehalt und die strengsten Werte auf. Mit der Klasse A2 wird dem breiteren Rohstoffspektrum mit einem höheren Aschegehalt bis zu einem Prozent Rechnung getragen. Beide Klassen werden auch innerhalb des Zertifikats ENplus berücksichtigt. Nicht unter ENplus zu finden sind Industriepellets, die als Klasse B bezeichnet werden.
ENplus für störungsfreies und energieeffizientes Heizen
Der wesentliche Unterschied zwischen Norm und Zertifikat besteht darin, dass Normen nicht kontrolliert werden. Es handelt sich dabei um eine allgemein gültige Definition, an die Hersteller sich freiwillig halten. Zertifikatgeber hingegen kontrollieren kontinuierlich die Einhaltung dieser Definition. Holzpellets, die nicht die geltenden Richtwerte erfüllen, sind zwar günstiger in der Anschaffung, schaden aber langfristig Heizung und Umwelt und steigern die Heizkosten.

Pellets mit dem Zertifikat ENplus erfüllen bereits heute die europäische Norm. Darüber hinaus wird nicht nur der Rohstoff, sondern erstmals die gesamte Prozesskette von der Herstellung über Lagerung bis hin zum Transport überwacht. Die Pellets im heimischen Lagerraum können zu jeder Zeit über eine eigene Identifikationsnummer bis zum Hersteller zurückverfolgt werden. Einmal im Jahr überprüfen unabhängige Kontrolleure bei Pelletproduzenten Anlagen und Produktionsprozesse. Zusätzlich werden Proben entnommen und auf Einhaltung der Qualitätskriterien hin untersucht. Handelsunternehmen verpflichten sich zur Einhaltung bestimmter Regeln. Bei Qualitätsproblemen werden auch hier Kontrollen durchgeführt.
Das Deutsche Pelletinstitut sorgt mit ENplus für einen verbesserten Verbraucherschutz. Das ENplus-Zertifikat wird entweder auf dem Lieferschein oder bei Sackware auf der Verpackung zu sehen sein.
Ziel des Zertifizierungssystems ist die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Holzpellets, die in handelsüblichen Pelletheizungen störungsfrei und energieeffizient verbrennen.
Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick
- Ascheerweichungstemperatur. Dieser Wert beschreibt die Temperatur, bei der eine Versinterung bzw. Verschlackung der Asche auftreten kann. Schlacke sammelt sich unten im Kessel und stört den Betrieb der Heizung.
- Veränderte Messung des Feinanteils: Zusätzlich zur Messung im Pelletwerk wird nun auch der Feinanteil bei der Lieferung erfasst, der nach Lagerung im Werk und Transport von den Pellets abfällt.
- Rückverfolgung des Brennstoffs: Durch Identifikationsnummern kann der Prozess von der Herstellung bis zur Lieferung lückenlos nachvollzogen werden.
Welche Vertriebsformen von Holzpellets gibt es?
Die Belieferung wird angeboten in handelsüblichen Säcken zu 15 oder 25 kg oder lose, mittels Silofahrzeugen ab 10 t Bestellmenge.
Wie hoch ist derzeit die Nachfrage nach Holzpellets?
< 3.000 Pelletheizungen 1999, > 100.000 Pelletheizungen 2009.
Wie überall, so hatten auch die Holzpelletkessel kurz nach Einführung damals noch mit so einigen Kinderkrankheiten zu kämppfen, die sie nun jedoch - nachdem sie sich bereits einige Jahre auf dem Markt etabliert haben - erfolgreich überwinden konnten.
Wie ist das weitere Procedere nach meiner Holzpelletsbestellung, wie erfolgt die Lieferung?
Lassen Sie sich am besten vom Lieferanten erläutern, welche Punkte er im Liefer- und Einblasprotokoll vermerkt, und lassen Sie sich dieses aushändigen!
Kosten 15-Kilogramm-Säcke ca. 4 € = ca. 4-5 ct. / kWh (mit Öl oder Gas ca. 7 ct. / kWh Energie, mit Strom ca. 20 ct. / kWh)
Wie ist ein Holzpelletkessel aufgebaut?
Es wird empfohlen, Holzpelletkessel möglichst immer in Kombination mit einem Speicher mit viel Puffervolumen zu betreiben, wodurch bei hoher konstanter Leistung jeweils relativ große Wassermengen stark erhitzt werden können. Die Wärme wird dabei auf Vorrat gespeichert und je nach Bedarf für Heizung und Warmwasser genutzt, wodurch der Kessel entlastet wird, da er nicht anspringen muss, eine keine Pause einlegen kann. Ferner wird für die Warmwasserbereitung und evtl. zur Heizungsunterstützung eine Solaranlage empfohlen. Die Anschaffung eines Puffers erhöht zwar zunächst einmal die Investition, lohnt sich jedoch auf jeden Fall: Mehr Warmwasserkomfort, ideales Zusammenspiel mit der Solaranlage sowie recht gleichmäßiger Betrieb sind die wichtigsten Vorzüge der Verwendung eines Puffers.
Im Inneren des Holzpelletkessels wird Wasser mit der Energie des Brennstoffs (Holzpellets) erwärmt, das dann wiederum die Heizkörper versorgt. Pelletöfen (mit Ausnahme von Pelletöfen mit Wassertasche, die mittels externen Pufferspeichers zusätzlich auch warmes Wasser erhitzen) hingegen erwärmen direkt die Umgebungsluft.
- Vorratslager (sorgt automatisch für Nachschub, wenn Vorrat im Vorratsbehälter zur Neige geht)
- trichterförmiger Vorratsbehälter (Tagesbehälter)
- Förderschnecke (im Rohr) - einfachster Weg in den Brennraum (Kessel): durch ein Fallrohr (in dem sich dann auch eine Förderschnecke befindet)
- Kessel
- Aschekasten (auf Handgriffe sollte geachtet werden)
Wie oft muss die Asche geleert werden?
1-2x / Monat oder 1-2x / Jahr.
Wieviele Tonnen Holzpellets benötigt man im Jahr für ein Einfamilienhaus?
Ca. 4 Tonnen.
Geht die Umstellung eigentlich immer?
Der Wechsel zur modernen Ölheizung ist in fast allen Fällen möglich, egal ob Einzelofen, Kachelofen oder eine zentrale Warmwasserheizung vorhanden sind. Fragen Sie den Fachmann vom Heizungshandwerk.
Gibt es auch schon Öl-Brennwertheizungen, wo neben Wärme auch gleichzeitig Strom erzeugt werden kann?
Auf Initiative des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) haben der Gerätehersteller Otag und die Mineralölunternehmen aws Wärme Service, Shell und Total eine Kooperation im Bereich Heizöl betriebener Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung (Mikro-KWK) vereinbart. Am Ende des im Rahmen der Technologie-Initiative der Mineralölwirtschaft gestarteten Projektes soll eine marktgerechte „Strom erzeugende Öl-Brennwertheizung“ für den Einsatz in Ein- bis Dreifamilienhäusern stehen.
Nur rund 60 Prozent des gesamten Primärenergieverbrauchs in Deutschland kommen bei den Konsumenten als nutzbare Endenergie an. Rund 31 Prozent des Primärenergiebedarfs werden nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen für Verbrauch und Verluste im Energiesektor aufgewendet. Insbesondere bei der Stromerzeugung in konventionellen Kraftwerken entstehen große Verluste. Primärenergetisch deutlich effizienter ist die dezentrale, gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme durch Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen.
Ausgelegt ist das geplante ölbetriebene Mikro-KWK-Gerät für eine thermische Leistung von 3 bis 19 Kilowatt (kW) und eine elektrische Leistung von bis zu 2 kW. Damit können die elektrische Grundlast und der Wärmebedarf in modernen Gebäuden mit bis zu drei Wohneinheiten abgedeckt werden. Ein zusätzlicher Heizkessel wäre in der Regel nicht erforderlich. Eine solche Mikro-KWK-Anlage kann in der Verbindung mit einem Pufferspeicher problemlos auch in ein vorhandenes Heizsystem integriert werden.
Prototyp des lion Powerblock oil von OTAG, Foto: Otag
55 Prozent Primärenergieeinsparung bei der Stromerzeugung
Das Gerät nutzt bei der Wärmeerzeugung die hohe Effizienz der Brennwerttechnik und steigert den primärenergetischen Nutzungsgrad durch die gleichzeitige Erzeugung von Strom. So können im Vergleich zur konventionellen Stromerzeugung im Kraftwerk je Kilowattstunde (kWh) Strom 1,5 kWh Primärenergie eingespart werden. Denn für jede Kilowattstunde elektrischer Endenergie werden im zentralen Großkraftwerk im Durchschnitt 2,7 kWh Primärenergie benötigt. Bei der ölbetriebenen Mikro-KWK-Anlage müssen hingegen nur 1,2 kWh Primärenergie je kWh Strom aufgewendet werden.
Welches Potenzial für Primärenergieeinsparung die breite Nutzung der Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung birgt, erläutert Otag-Geschäftsführer Franz Josef Schulte: „Bei der Stromerzeugung in Großkraftwerken bleiben in Deutschland pro Jahr ca. 500 Milliarden kWh als Abwärme ungenutzt. Durch dezentrale Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung können bis zu 80 Prozent des benötigten Stroms in Gebäuden selbst erzeugt werden. Die dabei anfallende Wärme wird zu 100 Prozent genutzt. Diese neue Technologie kann einen wesentlichen Beitrag zur Umweltentlastung und Ressourcenschonung leisten.“
Äußerst leiser Lineargenerator erzeugt Strom
Technische Grundlage der Entwicklung ist eine von Otag entwickelte modulierende gasbetriebene Mikro-KWK-Anlage. Deren technologische Besonderheit beruht auf einem Lineargenerator, der über einen geschlossenen Wasserdampfkreislauf angetrieben wird. Im Gegensatz zu konventionellen Generatoren mit Rotationsbewegung wandelt dieser „Linator“ eine geradlinige Bewegungsenergie in Strom um.
Der Lineargenerator kann als Doppelfreikolben-Expansionsdampfmaschine bezeichnet werden. Beim Doppelfreikolben handelt es sich um einen im Zylinder frei beweglichen, in zwei Richtungen wirkenden Kolben ohne Pleuel oder sonstige Mechanik. Dieses Konzept benötigt daher keinen Schmiermittelkreislauf und erlaubt somit relativ lange Wartungsintervalle. Es ist außerdem äußerst leise im Betrieb. Dem jeweiligen Energiebedarf passt sich die Mikro-KWK-Anlage automatisch an: Der thermische Modulationsbereich liegt zwischen 3 und 19 kW, der elektrische Modulationsbereich zwischen 0,3 und 2 kW.
Passender Öl-Brenner kleiner Leistung wird entwickelt
Das Prinzip dieses vorhandenen Gerätes soll mit nur geringen Modifikationen für den Betrieb mit schwefelarmem Heizöl – auch mit Biokomponenten – nutzbar gemacht werden. Zur Umsetzung wird ein modulierbarer Ölbrenner mit sehr kleiner Leistung von 3 bis 19 kW und äußerst kompakten Abmessungen benötigt, um der vorgegebenen Wärmetauschergeometrie zu entsprechen.
Die Entwicklung dieses modulierenden Oberflächenbrenners wird im Oel-Wärme-Institut (OWI) umgesetzt. Das innovative Brennerkonzept basiert auf einer Gemischaufbereitung mittels der „Kalte-Flammen-Technologie“. Kalte Flammen eröffnen flüssigen Energieträgern Einsatzbereiche, die bislang nur gasförmigen Energieträgern offen standen. Denn mit ihrer Hilfe wird ein homogenes Brennstoff-Luft-Gemisch unter Freisetzung von Wärme in einem Teilluftstrom zunächst vollständig verdampft. Anschließend wird das so entstandene Brenngas mit der restlichen Verbrennungsluft auf einer Metalldrahtoberfläche verbrannt. Gemischbildung und Verbrennung erfolgen dabei in zwei räumlich voneinander getrennten Prozessen.
Der Einsatz flüssiger Brennstoffe in einer Mikro-KWK-Anlage eröffnet beachtliche Potenziale an Effizienzsteigerung, Primärenergieeinsparung und damit zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen. „Nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund des sinkenden Wärmebedarfs und dem damit wachsenden Bedarf an Heizsystemen mit kleiner Leistung kommen hier die Vorteile einer problemlos zu speichernden und flexibel zu transportierenden Energie besonders zur Geltung“, erläutert IWO-Geschäftsführer Prof. Christian Küchen.
Otag-Geschäftsführer Franz Josef Schulte ist von den Zukunftsperspektiven einer mit flüssigen Brennstoffen betriebenen Mikro-KWK-Anlage überzeugt: „Immer mehr Hausbesitzer werden in einigen Jahren ihren Strom selbst produzieren, effizient und wirtschaftlich – mit ihrer Heizung.“
In Kürze soll ein Prototyp für Testzwecke zur Verfügung stehen. In einer anschließenden Feldversuchsreihe mit zirka zehn Anlagen sollen weitere praktische Erfahrungen insbesondere zur Alltagstauglichkeit des neu entwickelten modulierenden Ölbrenners gesammelt werden.
Gibt es Fördermittel vom Staat?
Ja. Und zwar bei einer Modernisierung durch zinsgünstige Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Und bei einer Kombination mit Solarkollektoren außerdem durch Förderprogramme zur Nutzung der Solarenergie von Bund, Ländern und z.T. auch Kommunen.
Kann eine Öl-Brennwertheizung auch mit anderen Energieträgern kombiniert werden?
Hohe Energieeffizienz, vielfältige Kombinationsmöglichkeiten mit regenerativen Energien, Versorgungssicherheit und Flexibilität bei der Bevorratung – flüssige Brennstoffe stellen ihr Zukunftspotenzial immer mehr unter Beweis. Zum Beispiel als Basis-Energieträger in einer „Hybrid-Heizung“. Das ist eine Kombination von Öl-Brennwertgerät, solarthermischer Anlage und Holzkaminofen, der in die Wärmeversorgung des gesamten Gebäudes eingebunden ist. Solche multivalenten Ölheizkonzepte werden von mehreren Heizgeräteherstellern als praxiserprobte Lösungen zum effizienten Einsatz flüssiger Brennstoffe in Kombination mit erneuerbaren Energien angeboten.
Wird ein solches Kombi-Heizsystem mit Bioheizöl betrieben, das in einigen Regionen der Bundesrepublik bereits lieferbar ist, kommt eine dritte regenerative Komponente zur Einsparung fossiler Primärenergie hinzu.
Heizöl nur für Wärmebedarfslücken
Wesentliches Element einer „Hybrid-Heizung“ ist ein großvolumiger, gut isolierter Pufferspeicher, in dem die Wärme aus den unterschiedlichen Energiequellen bevorratet wird. In den Sommermonaten kann die für die Warmwasserbereitung benötigte Energie fast ausschließlich solar erzeugt werden. In der Übergangszeit und im Winter leistet der Holzkaminofen seinen Beitrag zur Beheizung des gesamten Gebäudes. Über einen Wärmetauscher wird ein Großteil der Wärme aus dem Kaminofen in den zentralen Pufferspeicher eingespeist, anstatt ungenutzt über den Schornstein zu entweichen. Erst wenn Solaranlage und Kaminofen den Wärmebedarf alleine nicht mehr abdecken können, schaltet sich automatisch das Öl-Brennwertgerät hinzu.
Vor allem in ländlichen Gebieten, in denen Scheitholz zumeist preisgünstig zur Verfügung steht, verzeichnen die Hersteller ein beachtliches Interesse an einer „Hybrid-Heizung“ auf Basis der Öl-Brennwerttechnik. Kombilösungen aus effizienter Heiztechnik und regenerativen Energieträgern kommen offenbar auch dem Bedürfnis der Hauseigentümer entgegen, ihre Wärmeversorgung auf mehrere Säulen zu verteilen. Sie bieten mehr Unabhängigkeit und Sicherheit bei der Energieversorgung gegenüber konventionellen, auf einen Brennstoff ausgelegten Heizsystemen.
Öl-Brennwerttechnik ist mittlerweile bei der Ölheizung Standard. So wurden im Jahr 2008 erstmalig mehr Öl-Brennwertgeräte eingebaut als konventionelle Niedertemperaturkessel. 56 Prozent aller neu installierten Ölheizungen entfielen auf Brennwerttechnik, oftmals in der Kombination mit einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung. Insgesamt sechs von zehn neu installierten Öl-Brennwertheizungen wurden in 2008 mit Solarthermie kombiniert. Das ist mehr als bei allen anderen Heizsystemen, ergab eine IWO-Befragung unter Fachhandwerkern.
Der Trend zu sparsamer Öl-Brennwerttechnik mit Solar wird sich auch in den nächsten Jahren fortgesetzten. Denn die Investition in eine Öl-Brennwertheizung ist die Anschaffung einer effizienten und umweltschonenden Heiztechnik mit garantierter Energiesparrendite. erklärt Prof. Bis zu 40 Prozent weniger Heizöl verbraucht eine Öl-Brennwertheizung mit Solar im Vergleich zu einem veralteten Heizkessel.
Zukunftsweisend: Eine „Hybrid-Heizung“ auf Heizölbasis kombiniert effiziente Öl-Brennwerttechnik mit den regenerativen Energieträgern Solar und Holz. In einem zentralen Pufferspeicher wird die Wärme aus den eingebundenen Energiequellen bevorratet.
Grafik: IWO, 2009
Kehr-und Überprüfungsordnung durch den Schornsteinfeger: Welche aktuellen Intervalle gelten?
Neue Kehr- und Überprüfungsordnung:
Wer eine moderne Öl-Brennwertheizung mit schwefelarmem Heizöl betreibt, bekommt zukünftig seltener Besuch vom Schornsteinfeger: Die Überprüfung und Reinigung der Abgaswege erfolgt dann nur noch alle zwei Jahre. So regelt es die seit 1. Januar 2010 geltende Kehr- und Überprüfungsordnung (Bundes-KÜO), die erstmals bundeseinheitlich die Aufgabengebiete des Schornsteinfegerhandwerks zum Brandschutz und zur Betriebssicherheit von Heizungsanlagen zusammenfasst. Die bisher unterschiedlichen Landesverordnungen haben damit ihre Gültigkeit verloren.
Mit dem verlängerten Prüfzyklus berücksichtigt der Gesetzgeber die saubere und umweltschonende Verbrennung von Heizöl EL schwefelarm. Der auf zwei Jahre verlängerte Turnus für das Kehren des Schornsteins gilt deshalb auch für Öl-Standard- und Öl-Niedertemperaturheizkessel, sofern sie raumluftunabhängig arbeiten und mit schwefelarmem Heizöl betrieben werden. Raumluftunabhängig arbeitet ein Heizkessel, wenn die Verbrennungsluft über eine separate Leitung direkt aus dem Freien zugeführt wird.
Unverändert gilt eine einjährige Kehr- und Prüfpflicht für alle raumluftabhängig arbeitenden Öl-Standard- und Öl-Niedertemperaturheizkessel, auch wenn sie mit schwefelarmem Heizöl betrieben werden. Öl-Brennwertgeräte sowie raumluftunabhängig arbeitende Ölheizkessel, die mit Standardheizöl betrieben werden, müssen ebenfalls einmal jährlich vom Schornsteinfeger geprüft werden.
Messungen nach Bundes-Immissionsschutzverordnung:
Für die regelmäßigen Messungen der Emissionen und Abgasverluste durch den Schornsteinfeger gelten mit der novellierten 1. Bundes-Immissionsschutz- verordnung (1. BImSchV) ebenfalls verlängerte Zyklen. Die Überprüfungsfristen orientieren sich allein am Alter der Heizanlage. Alle Ölheizkessel, ob Standard-, Niedertemperatur- oder Brennwertgeräte, werden in den ersten zwölf Betriebsjahren zukünftig im Drei-Jahres-Rhythmus überprüft. Für alle Geräte, die länger als zwölf Jahre in Betrieb sind, verkürzt sich der Überprüfungszeitraum auf zwei Jahre. Bislang wurden Emissionen und Abgasverluste nach der 1. BImSchV unabhängig vom Alter einmal pro Jahr kontrolliert.
Der Gesetzgeber trägt mit diesen verlängerten Intervallen dem technologischen Fortschritt in der Heiztechnik Rechnung. „Die Technologieentwicklung hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Anlagen im Emissionsverhalten stabiler geworden sind“, heißt es dazu im Anhang zum Gesetzesentwurf der novellierten 1. BImSchV.
Der Schornsteinfeger kommt künftig seltener ins Haus: Messungen der Emissions- und Abgasverluste nach der 1. BImSchV erfolgen bei jüngeren Ölheizungen nur noch alle drei Jahre, bei älteren im Zwei-Jahres-Rhythmus. Und die Abgasleitungen moderner Öl-Brennwertgeräte, die mit schwefelarmem Heizöl betrieben werden, müssen nur alle zwei Jahre überprüft und gereinigt werden.
Foto: IWO
Lässt sich die Ölheizung mit Solarkollektoren kombinieren?
Ja. Beide Systeme können sich optimal ergänzen. Ihren gesamte Energiebedarf für die Warmwasserversorgung im Sommer könnten sie kostenlos allein durch Sonnenenergie decken. Erfahrungsgemäß senkt das die jährlichen Energiekosten für die Warmwasseraufbereitung um bis zu 70%!
Vollständig oder teilweise modernisieren?
Die vollständige Modernisierung Ihrer alten Ölheizung durch
eine kompakte Unit (Austausch von Brenner, Kessel und Regelung) senkt
den Heizölverbrauch und die CO2 -Emissionen bis zu 30%. Der Schadstoffausstoß
sinkt um bis zu 50%!
(mehr
Informationen zur Ölheizungstechnik)
Es lohnt sich schon, zunächst nur einen neuen Brenner einsetzen lassen. Heizölverbrauch und CO2 -Emissionen sinken dadurch bereits um bis zu 10% - und der Schadstoffausstoß um bis zu 20%!
Quelle: www.iwo.de
Wann ist es sinnvoll eine Ölheizung zu erneuern?
Ist eine Heizung älter als 15 Jahre, so verbraucht sie nach heutigen Maßstäben zuviel Energie und belastet die Umwelt mehr als nötig. Mit einer Modernisierung kann man in diesem Fall Heizkosten sparen und die Umwelt entlasten.
Dies lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Kosten für
die Umstellung fallen geringer aus, wenn Anlagenkomponenten einer bestehenden
zentralen Warmwasserheizung, zum Beispiel Heizkörper und Heizungsrohre,
weiterhin genutzt werden können. Auf Sicht ist die Umstellung auf
moderne Ölheizungstechnik
eine ökologisch wie ökonomisch sinnvolle Investition. Als zusätzlichen
Anreiz fördert der Staat die Heizungsumstellung mit zinsgünstigen
Krediten:
Wohnraummodernisierungsprogramm
für die neuen Bundesländer / CO2-Minderungsprogramm
für das frühere Bundesgebiet.
Was muss bei der Ermittlung des Wirkungsgrades beachtet werden?
Bei Bezug auf den Heizwert Hi (i steht für inferior – früher Hu-unterer Heizwert) erreichen moderne Niedertemperaturheizungen (Heizöl EL und Erdgas) Wirkungsgrade von ca. 93 %. Dabei ist der Heizwert Hi die Wärmemenge, die bei vollständiger Verbrennung eines Stoffes frei wird, die Kondensation des Wasserdampfes bleibt unberücksichtigt. Die Angabe erfolgt in Mj/kg. Nach DIN 51603-1 mindestens 42,6 Mj/kg für Heizöl EL, das entspricht rd. 10,08 KWh/Liter. Hierbei ermittelt der Schornsteinfeger einen so genannten Abgasverlust von 7 %, wobei die nicht genutzte Kondensationswärme des bei der Verbrennung entstehenden Wasserdampfes keine Berücksichtigung findet. Bei einer vollständigen Betrachtung der Abgasverluste inklusive der Kondensationswärme ergibt sich ein tatsächlicher Abgasverlust bei Heizöl EL von 13 % und bei Erdgas von 18 %, da bei Erdgas der Brennwert um rd. 11 % über dem Heizwert liegt, während bei Heizöl EL der Unterschied rd. 6 % beträgt.
Werden dagegen Brennwertgeräte eingesetzt, kommt es beim Bezug auf den Heizwert zu Wirkungsgradangaben von über 100 %, weil zusätzlich ein Teil der Kondensationswärme nutzbar wird. Der Wirkungsgrad bei Gasgeräten ist daher scheinbar höher als bei Heizölgeräten.
Bezieht man die Energieausnutzung auf den Brennwert, so ergibt sich eine theoretisch und technisch richtige maximale Energieausnutzung von 100 % bei Erdgas und bei Heizöl EL. Moderne Brennwertgeräte nutzen bei Heizöl EL und bei Erdgas diese Energie zu rd. 95 bis 96 % aus und sind in ihrer Energieausnutzung damit vergleichbar.
Der Brennwert Hs (s steht für superior – früher Ho-oberer Heizwert ) ist nicht Bestandteil der DIN 51603-1. Der Brennwert ist die Wärmemenge, die bei vollständiger Verbrennung nutzbar wird, wobei die Kondensationswärme des bei der Verbrennung entstehenden Wasserdampfes berücksichtigt wird. Es gilt folgende Formel:
Brennwert (Hs ) = Heizwert (Hi ) + Kondensationswärme
Was spricht für die moderne Ölheizung?
Vieles. Denn moderne Ölheizungstechnik arbeitet schadstoffarm. Außerdem ist Heizöl eine relativ preisgünstige Energie. Und: Als Ölheizungsbesitzer können Sie selbst entscheiden, wann, wo und wieviel Heizöl Sie kaufen.
Was versteht man unter hydraulischem Abgleich und welche Vorteile bietet er?
Heizkosten lassen sich durch zahlreiche Maßnahmen dauerhaft reduzieren. Natürlich sollte der Wärmeerzeuger auf dem Stand der Technik sein – sprich Öl-Brennwertheizung - und möglichst regenerative Energiequellen wie die Sonne einbinden (für solare Warmwasserunterstützung oder Heizungsunterstützung). Genauso wichtig und oft unterschätzt sind jedoch auch relativ einfache Maßnahmen, mit denen sich viel Geld sparen lässt, wie zum Beispiel der hydraulische Abgleich. Hier einige Fakten dazu:
- Was bedeutet "hydraulischer Abgleich" der Heizungsanlage?
Der hydraulische Abgleich hat das Ziel, jedem Heizkörper in einem Gebäude genau die Wärme-, bzw. Wassermenge zur Verfügung zu stellen, die er benötigt - nicht zu viel und nicht zu wenig. Diese Voraussetzung darf nicht abhängig von unterschiedlichen Wärmeanforderungen in einem Haus sein. Wird z. B. der Heizkörper im Bad mit dem Thermostat vollständig aufgedreht, sollte es im darüber liegenden Kinderzimmer nicht kälter werden.
- Woran kann man erkennen, dass ein hydraulischer Abgleich der Heizanlage notwendig ist?
Werden einige Heizkörper einer Heizanlage heiß, andere wieder nur lauwarm? Sind deutliche Strömungsgeräusche des Heizungswassers in den Rohren zu hören? Sind manche Räume ständig überhitzt und andere ständig kalt? Diese Symptome treten in der Regel immer dann auf, wenn die Heizungsanlage hydraulisch nicht abgeglichen ist.
- Warum ist ein hydraulischer Abgleich so wichtig?
Neben den reinen Komforteinschränkungen durch kalte Räume und laute Fließgeräusche kostet eine hydraulisch nicht abgeglichene Heizanlage wesentlich mehr Heizenergie und Strom. Durchschnittlich 15 Prozent Heizenergie lässt sich durch einen hydraulischen Abgleich sparen. Dazu kommt noch der geringere Stromverbrauch der Heizungspumpe.Bei der Förderung von Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung, zum Beispiel durch eine Modernisierung der Heizungsanlage, schreibt der Staat deshalb die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs sogar vor. Bei Neubauten werden die hydraulischen Verhältnisse bereits in der Planung berücksichtigt und durch geeignete Maßnahmen wie z. B. voreinstellbare Heizkörperventile gewährleistet. Aber auch im Gebäudebestand kann ein hydraulischer Abgleich mit geringem Aufwand durchgeführt werden.

Welche einfachen Energiespartipps können schnell umgesetzt werden?
Hier 9 Energiespartipps , die mit wenig Geld umgesetzt werden können und sich schnell bezahlt machen:
1. Richtige Raumtemperatur wählen: Die optimale und angenehme Raumtemperatur liegt in Wohnräumen bei 19 bis 20 Grad. Jedes Grad darüber erhöht die Heizkosten um bis zu sechs Prozent - Geld, das sich problemlos sparen lässt. Die Temperatur sollte in der Nacht um vier Grad abgesenkt werden. Schlafzimmer und Flure können kühler sein - jedoch nicht unter 16 Grad, sonst könnte Feuchtigkeit an den Außenwänden kondensieren. Tagsüber sollten die Türen zwischen warmen und kühlen Räumen geschlossen gehalten werden. Beim Verlassen der Wohnung sollte die Heizung nur runter geregelt, aber nicht komplett ausgeschaltet werden.

Grafik: IWO
2. Stoßlüften: Beim Dauerlüften über gekippte Fenster geht viel Energie verloren. Besser mehrmals täglich stoßlüften - im Winter 5 bis 10 Minuten und dabei die Heizkörperventile schließen. Geschlossene Gardinen oder Rollläden verringern Wärmeverluste in der Nacht.
3. Wärmestau vermeiden: Heizkörper müssen die Wärme frei an die Raumluft abgeben können. Deshalb dürfen sie nicht durch Vorhänge oder Möbel verstellt werden. Eine zusätzliche Dämmung der Wand hinter dem Heizkörper ist in vielen Fällen sinnvoll. Entsprechende Dämmplatten gibt es im Baumarkt.
4. Heizkörper entlüften: Heizkörper können nicht optimal funktionieren, wenn sich Luft in ihnen angesammelt hat. Mit einem Entlüftungsschlüssel aus Baumarkt oder Fachhandel lässt sich der Heizkörper schnell und einfach entlüften.
5. Fenster und Türen abdichten: Durch undichte Türen und Fenster entweicht kontinuierlich warme Luft aus der Wohnung. Einfache und effektive Abhilfe gegen feuchte Zugluft bieten selbstklebende Dichtungen zum Abdichten von Fenstern und Türen, die man im Baumarkt bekommt.
6. Elektronische Heizkörperventile einsetzen: Mit elektronischen Heizkörperreglern wird die Raumtemperatur nach einmaliger Einstellung automatisch geregelt. So ist das Bad morgens zum Duschen bereits warm, kühlt aber tagsüber - wenn es nicht gebraucht wird - auf sparsame 16 Grad herunter. Ein unnötiges Durchheizen nicht benutzter Räume wird so ganz automatisch vermieden.
7. Heizung richtig einstellen und Heizungspumpe überprüfen: Wenn Heizkörper rauschen oder ungleichmäßig warm sind, ist meist die Heizungsanlage falsch eingestellt. Ein Fachmann sollte die Heizung gründlich überprüfen: Mit einem sogenannten "hydraulischen Abgleich" sorgt er dafür, dass sich das Heizungswasser gleichmäßig verteilt und alle Räume bedarfsgerecht mit Wärme versorgt werden. Dabei sollte auch die Heizungspumpe überprüft werden. Denn viele Pumpen können sich den Bedürfnissen der Heizungsanlage nicht sinnvoll anpassen. Selbst wenn eine geringe Pumpenleistung ausreichen würde, pumpen Sie mit Hochdruck weiter und verschwenden dabei Strom. Effiziente - also geregelte - Heizungspumpen schalten dagegen automatisch hoch und runter.
8. Rohrleitungen dämmen: Laufen Heizungs- und Warmwasserrohre durch kalte Räume - zum Beispiel im Keller - verlieren sie einen Teil der zuvor erzeugten Wärme. Eine Dämmung der Rohre im Keller sorgt dafür, dass die Wärme möglichst verlustfrei die Heizkörper erreicht.
9. Oberste Geschoss- und Kellerdecke dämmen: Sind der Dachboden oder der Keller weder ausgebaut noch beheizt, sollten die oberste Geschossdecke und die Kellerdecke auf jeden Fall gedämmt werden. So entweicht die Wärme nicht länger aus beheizten Räumen. Das lässt sich ab 25 Euro pro Quadratmeter realisieren.
Welche Modernisierungskosten können bei den verschiednen Heizsystemen enstehen?
Was ist Ihnen bei der Wahl einer neuen Heizung besonders wichtig? Der Kostenvergleich zeigt Ihnen, dass eine Modernisierung der Ölheizung auf moderne Öl-Brennwerttechnik – auch in Kombination mit erneuerbaren Energien – relativ günstig ist und sich vergleichsweise schnell amortisiert. Außerdem erfüllen Sie gesetzliche Vorgaben an den Energiebedarf von Eigenheimen. Vergleichen Sie selbst!
Grafik: IWO
Wie wartungsintensiv ist eine Ölheizung?
Die moderne Ölheizung läuft bei normaler Wartung durch den Experten störungsfrei und bedarf darüberhinaus praktisch keiner Kontrolle. Eine intelligente Regelung sorgt automatisch für die gewünschte Wärme bei jedem Wetter.
Wieviel Platz braucht eine Ölheizung?
Der moderne Öltank eines Einfamilienhauses beansprucht nicht mehr als 3-4 m2 , ein Extraraum ist dafür nicht grundsätzlich erforderlich. Noch platzsparender ist ein Erdtank. Mit dem brauchen Sie im Haus dann nur noch ca. 1 m2 für die sogenannte Unit.
Zeolith-Heizölkompaktheizung: Wie funktioniert diese Heizungsanlage?
Neues Projekt im Rahmen der Technologie-Initiative der Mineralölwirtschaft
Die Technologie-Initiative der Mineralölwirtschaft hat ein drittes Forschungsprojekt auf den Weg gebracht. Im Rahmen einer Projektpartnerschaft zwischen dem Gerätehersteller Viessmann und verschiedenen Mineralölhandelsunternehmen soll ein heizölbetriebenes Zeolith-Kompaktgerät entwickelt werden. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Öl-Brennwerttechnik und Adsorptionswärmepumpe, die auf die Anforderungen von Ein- und Zweifamilienhäuser ausgelegt ist.
Vorteile flüssiger Brennstoffe langfristig nutzen
Koordiniert wird das Projekt vom Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO). Das Institut hat die Technologie-Initiative im Auftrag der Mineralölwirtschaft im September 2009 ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist die Entwicklung neuer Anwendungstechniken für Heizöl, die weitere Effizienzsteigerungen im Wärmemarkt ermöglichen. Flüssige Brennstoffe zeichnen sich durch hohe Energiedichte und einfache Speicherung aus. Damit sind sie langfristig unverzichtbar für die Erreichung der energiepolitischen Ziele. Denn die kostengünstige Speicherbarkeit von Energie wird mit Blick auf den tendenziell sinkenden und im Jahresverlauf schwankenden Energiebedarf von Gebäuden an Bedeutung gewinnen.
Im Fokus: Primärenergiebedarf reduzieren
Um Klimaschutz und Versorgungssicherheit zu realisieren, ist es wichtig, den Primärenergiebedarf deutlich zu reduzieren. Dies kann im Bereich der Gebäudebeheizung über eine verbesserte Energieeffizienz sowie durch die Einbindung von Umweltwärme erreicht werden. Mit bis zu 98 Prozent Nutzungsgrad (Hs) ist die heute verfügbare Brennwerttechnik bereits hoch effizient und unter Kosten-Nutzen-Aspekten für den Hausbesitzer sehr attraktiv. Höhere Nutzungsgrade von über 120 Prozent sind möglich, wenn zusätzlich Umweltwärme nutzbar gemacht wird. Eine technische Option insbesondere für den Gebäudebestand stellt ein ölbetriebenes Zeolith-Kompaktgerät dar.
Funktionsstudie Zeolith-Kompaktgerät für Heizöl
Beim geplanten Zeolith-Kompaktgerät deckt ein Wärmepumpenmodul die Grundlast des Wärmebedarfs im Gebäude. Für die Leistungsspitzen und den Antrieb der Wärmepumpe dient ein integriertes Öl-Brennwertgerät. Ein von Viessmann im Rahmen eines Forschungsprojektes entwickeltes Zeolith-Kompaktgerät für Erdgas soll für den Betrieb mit flüssigen Brennstoffen adaptiert werden. Aufgabe der Entwicklungsingenieure ist es, einen kleinen, modulierenden Ölbrenner mit der Leistung von 4 bis 17 kW für das Kompaktgerät zu entwickeln. Der Brenner soll sowohl mit schwefelarmem Heizöl als auch mit einem Heizöl, das Bioanteile enthält, betrieben werden können.
Das Zeolith-Kompaktgerät macht sich die besonderen Adsorptionseigenschaften des Minerals Zeolith (griech. Siedestein) zunutze. Zeolith hat die Eigenschaft dampfförmige Wassermoleküle zu binden (= adsorbieren). Dabei entsteht Wärme. Der Wärmepumpenprozess läuft im Kompaktgerät in den Phasen Adsorption und Desorption ab: In der Adsorptionsphase wird Wasser durch Umgebungswärme aus dem Erdreich verdampft und vom Zeolith adsorbiert. Der Zeolith wird heiß und gibt die Adsorptionswärme an den Heizkreislauf ab. In der Desorptionsphase erhitzt das Öl-Brennwertgerät den mit Wasser gesättigten Zeolith. Das Wasser wird dampfförmig ausgetrieben und kondensiert. Die Kondensationswärme wird an den Heizkreislauf abgegeben.
Das Material Zeolith ermöglicht einen höheren Temperaturhub verglichen mit Absorptions- oder Stromwärmepumpen. Durch die Kombination Zeolith-Modul (Grundlast) mit Brennwertgerät (Spitzenlast) - Hybridgerät - ist das Zeolith-Kompaktgerät auch für die hohen Systemtemperaturen in der Modernisierung geeignet.
Der Gerätehersteller Viessmann und verschiedene Mineralölunternehmen haben eine Projektpartnerschaft vereinbart. Ziel ist die Entwicklung eines heizölbetriebenen Zeolith-Kompaktgeräts.
Grafik: Viessmann


